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Oberlausitzer Eisenbahnen - Die Strecke von Zittau nach Hermsdorf

Die Strecke von Zittau nach Hermsdorf


Streckenplan

Streckenplan

Kilometerangaben

KM Eisenbahn Station Bemerkungen
0.03 Zittau
1.16 Zittau Haltepunkt
1.65 Abzweig Neißebrücke 1945 eingestellt
2.5  Anschluss Zittwerke 1944 eingerichtet und 1945 stillgelegt
2.9  Kleinschönau nach Zittau 1945 und nach Reichenau 1961 eingestellt
5.4  Friedersdorf bis 1930 Zittel und 1961 eingestellt
7.6  Reibersdorf 1961 eingestellt
9.6  Wald-Bad Oppelsdorf bis 1893 Wald und 1961 eingestellt
12.1  Reichenau ab 1921 Kohlenbahn-Abzweig nach Seitendorf und 1961 eingestellt
13.5  Markersdorf 1945 eingestellt
14.7  Markersdorf Haltepunkt 1945 eingestellt
15.7  Hermanice früher Hermsdorf und 1945 eingestellt

Geschichte

Aufgrund der bei Türchau und Reichenau angesiedelten Braunkohlegruben und der zahlreichen Industrie gab es seitens der sächsischen Staatsregierung die überlegung, eine Bahn von Zittau nach Reichenau zu errichten, mit der auch der Kurort Bad Oppelsdorf bedient wurde. 1882 wurde dieser Vorschlag genehmigt.

Im November 1883 begann die sächsische Staatsbahn mit dem Bau. Die Eröffnung der 13,72 km langen Strecke von Zittau nach Reichenau mit einer Anschlussbahn nach Markersdorf fand am 11. November 1884 statt. Auf der Grundlage des Staatsvertrages zwischen Sachsen und der k.k. Monarchie vom 27. November 1898 wurde die Weiterführung der Bahn nach Böhmen beschlossen und der Bau der Strecke nach Hermsdorf in Böhmen begann im Juli 1899. Am 25. August 1900 wurde der 2,2 km lange Streckenabschnitt von Markersdorf bis Hermsdorf, wo ein Umsteigebahnhof mit Grenzzollamt entstanden war, eröffnet.

Auf der Österreichischen Seite errichtete die Friedländer Bezirksbahn eine 10,78 km lange Anschlussstrecke, die als einzige in Österreich-Ungarn in 750 mm Spurweite errichtet worden war. Außer einigen Sonderzügen, die teilweise auch von Oybin nach Friedland verkehrten, fand zwischen den sächsischen und böhmischen Strecken niemals ein durchgängiger Personenverkehr statt, sondern die Fahrgäste mussten in Hermsdorf zur Weiterfahrt umsteigen. Lediglich im Güterverkehr erfolgte nach einem Personal- und Lokomotivwechsel eine Durchfahrt.

Im Jahre 1921 wurde in Reichenau ein Abzweig von 4 km Länge nach Seitendorf geschaffen, der als Kohlenbahn diente. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 20 km/h und die 15,7 km lange Strecke wurde in etwa 84 min bewältigt.

Durch die Grenzfestlegung an der Lausitzer Neiße lag der größte Teil der Bahnstrecke nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem nun unter polnische Verwaltung gestellten Gebiet. Deshalb endete am 22. Juni 1945 der durchgängige Eisenbahnverkehr, am 10. Dezember 1945 fuhr letztmals ein Sonderzug mit sowjetischen Offizieren. Auf deutscher Seite erfolgte noch 1945 im Grenzbereich ein Abbau der Gleisanlagen. Bis zum Jahre 1961 wurden die restlichen Anlagen im Stadtgebiet von Zittau noch als Anschlussgleis zum Schlachthof und einen Kohlenhandel genutzt und anschließend bis zum km 1,65, wo sich die Weichenanlage zur Oybiner Strecke befand, rückgebaut.

Im Polen wurde 1946 der Zugverkehr zwischen Sieniawka und Bogatynia durch die PKP wieder aufgenommen und 1961 eingestellt. Ein Rückbau der Gleisanlagen erfolgte nicht, jedoch wurde der Streckenabschnitt zwischen Sieniawka und Opolno Zdrój seit den 1970er Jahren durch den Braunkohlentagebau Turów weggebaggert.

Die Friedländer Bezirksbahn wurde 1945 Teil der CSD. Die Schmalspurstrecke nach Hermsdorf wurde am 22. September 1947 zunächst stillgelegt. Nachdem am 28. Mai 1951 der Güterverkehr wegen des Steinbruches der Severocesky prumysl kamene N.P. (früher Schotterwerke Supich & Co KG) in Hermanice wieder aufgenommen wurde, verkehrten dort ab 14. Juli 1957 auch wieder Reisezüge. Der Gütertransport auf der Strecke Hermanice - Frydlant wurde am 13. Juni 1964 wieder eingestellt, da die Bahnanlagen verschlissen und für schwere Lastentransporte nicht mehr tauglich waren. Am 13. Januar 1976 erfolgte auch die Einstellung des Personenverkehrs. Die offizielle Stilllegung der Strecke erfolgte jedoch erst 1984. Die Gleise wurden 1997 größtenteils abgebaut.

Fotos und Infos zu den Bahnhöfen und Haltepunkten der Strecke

Zittau (Schmalspurbahn)


Bahnhof
Bahnhof
Bahnhof
Bahnhof
Hebel
Hebel
die 99 787
die 99 787
die 199 013
die 199 013

Gleisplan
Gleisplan

weitere Fotos von Zittau

Zittau Haltepunkt


Wartehalle
Wartehalle
die 199 013
die 199 013

Abzweig Neißebrücke


Wartehalle
Wartehalle
Gleisplan
Gleisplan

Kleinschönau



Friedersdorf



Reibersdorf



Reichenau


Bahnhof
Bahnhof
Bahnhof
Bahnhof
Laderampe
Laderampe
Laderampe
Laderampe
Zeichnung vom Bahnhof
Zeichnung vom Bahnhof

Zeichnung vom Bahnhof
Zeichnung vom Bahnhof
Zeichnung vom Kohlenschuppen
Zeichnung vom Kohlenschuppen

Markersdorf



Markersdorf Haltepunkt



Hermanice


Bahnhof
Bahnhof
Güterabfertigung
Güterabfertigung
Österreichische Güterabfertigung
Österreichische Güterabfertigung
Lokschuppen
Lokschuppen
im Lokschuppen
im Lokschuppen

weitere Fotos von Hermanice

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zittauer_Schmalspurbahn
Die schmalspurigen Staatseisenbahnen im Königreiche Sachsen, Leipzig 1895

weitere Fotos von der Strecke


Bahndammwanderung von Zittau nach Hermsdorf bei www.stillgelegt.de